Kvara ins Emirates? Nicht den Atem anhalten
Die Sommer-Transferperiode ist da, und damit das übliche Karussell der Transfergerüchte. Diese Woche im Angebot? Arsenal schnüffelt angeblich um Khvicha Kvaratskhelia, den georgischen Flügelspieler, der derzeit bei Paris Saint-Germain spielt. ESPNs Transfer Talk hat die Neuigkeit fallen lassen, und natürlich stellen sich Gooners überall ihn in Rot und Weiß vor. Aber mal ehrlich, das fühlt sich selbst für einen Verein mit Arsenals Ambitionen wie ein sehr unwahrscheinlicher Transfer an.
Kvaratskhelia, oder "Kvaradona", wie er während seines explosiven Serie A-Debüts genannt wurde, hatte eine etwas ruhigere Saison 2023-24 als seine anfänglichen Heldentaten bei Napoli. Nachdem er in Napolis Scudetto-Saison 2022-23 12 Tore und 10 Vorlagen erzielt hatte, sanken seine Zahlen im letzten Jahr auf 11 Tore und 8 Vorlagen in allen Wettbewerben für PSG. Dennoch sind das respektable Zahlen für einen 23-Jährigen, der in einer neuen Liga und einem neuen System spielt. Er absolvierte 2,6 erfolgreiche Dribblings pro 90 Minuten in der Ligue 1 und zeigte damit die elektrisierende Fähigkeit, einen Mann auszuspielen, die ihn zu einer globalen Sensation machte. Der Junge ist zweifellos ein Publikumsmagnet.
Der Arsenal-Winkel: Eine Frage der Passform und Finanzen
Arsenals Interesse kommt nicht völlig aus dem Nichts. Mikel Artetas Kader entwickelt sich auch nach zwei aufeinanderfolgenden Titelkämpfen noch immer weiter. Sie beendeten die Premier League-Saison 2023-24 mit 89 Punkten, ihrer höchsten Ausbeute seit 20 Jahren, scheiterten aber dennoch an Manchester City. Bukayo Saka ist auf der rechten Seite unverzichtbar, aber auf dem linken Flügel rotierten oft Leandro Trossard oder Gabriel Martinelli. Martinelli hatte insbesondere in der letzten Saison mit der Konstanz zu kämpfen und erzielte nur 6 Premier League-Tore, nachdem er im Vorjahr 15 erzielt hatte. Kvaratskhelia würde eine andere Dimension bieten, eine direktere, dribbelstärkere Bedrohung.
Hier ist die Sache: Arsenal hat im letzten Sommer über 100 Millionen Pfund für Declan Rice ausgegeben. Ihre Transferstrategie unter Edu Gaspar war gezielter, weniger unüberlegt. Kvaratskhelia wechselte erst im Juli 2023 für angeblich 80 Millionen Euro von Napoli zu PSG. Er hat noch vier Jahre Vertrag. PSG braucht ehrlich gesagt kein Geld. Sie sind nicht daran interessiert, ihre Top-Talente nach nur einer Saison zu verkaufen, insbesondere nicht einen, in den sie so viel investiert haben. Wir sprechen hier von einer Ablösesumme, die wahrscheinlich weit über 100 Millionen Pfund, möglicherweise sogar 120 Millionen Pfund, liegen würde. Kann sich Arsenal das nach ihren jüngsten Ausgaben leisten, insbesondere da andere Positionen wie ein neuer Stürmer oder defensiver Mittelfeldspieler möglicherweise verstärkt werden müssen? Ich glaube nicht.
PSGs Haltung und der Realitätscheck
Mal im Ernst: PSG hat Kvaratskhelia verpflichtet, um ein Eckpfeiler ihrer Ära nach Kylian Mbappé zu sein. Sie haben gerade den größten Star des Weltfußballs an Real Madrid verloren. Sie werden, ich wiederhole, *nicht* freiwillig einen weiteren jungen, aufregenden Angreifer gehen lassen, den sie gerade erst verpflichtet haben. Luis Enriques Projekt in Paris dreht sich darum, eine neue Identität aufzubauen, und Kvaratskhelia ist ein wichtiger Teil dieses Puzzles. Er startete in der letzten Saison 29 Ligue 1-Spiele und trug maßgeblich zum Titelgewinn bei. PSG jetzt zu bitten, ihn zu verkaufen, ist wie einen Koch zu bitten, seine Hauptzutat direkt nach dem Kauf aufzugeben. Das macht einfach keinen Sinn.
Schauen Sie, Transfergerüchte machen Spaß. Sie bringen die Dinge in Schwung. Aber manchmal muss man eine Dosis Realität anwenden. Arsenal muss mit seinem Geld klug umgehen. Sie brauchen einen Stürmer, der in der Premier League konstant 20+ Tore erzielen kann, etwas, das Kai Havertz, trotz seines starken Abschlusses, als primärer Zielspieler nicht garantiert liefern kann. Über 100 Millionen Pfund in einen linken Flügelspieler zu investieren, wenn man andere dringende Bedürfnisse hat und einen Spieler, der gerade zu einem finanzstarken Verein gewechselt ist, macht überhaupt keinen Sinn. Meine kühne Vorhersage? Kvaratskhelia bleibt mindestens zwei weitere Saisons bei PSG, und Arsenal konzentriert seine Sommerausgaben auf andere Bereiche, vielleicht auf einen bewährten Neuner wie Viktor Gyökeres.